JAHRESBERICHT 2019

Martin Duelli, Kommandant


Vorwort
Die Freiwillige Feuerwehr Illerkirchberg im Jahr 2019
Das Jahr 2019 war geprägt von der weiteren Entwicklung der Feuerwehr
Illerkirchberg auf Grundlage des Feuerwehrbedarfsplanes.
Es konnten 4 junge Männer für den Feuerwehrdienst gewonnen werden.
Davon einer, der an seinem früheren Wohnort bereits komplett ausgebildet
wurde – ein Glücksfall für die Feuerwehr Illerkirchberg. Auf der anderen Seite
hatten wir aufgrund eines Wegzugs einen Austritt zu verzeichnen.
Insgesamt sind wir personell insgesamt immer noch unter dem Soll. Dies vor
allem am Standort in Oberkirchberg. Hier müssen zwingend weitere
Anstrengungen unternommen werden.
Zudem zeichnet sich beim einen oder anderen ein Austritt aus zeitlichen,
beruflichen oder persönlichen Gründen ab. Außerdem besteht die Gefahr
Mitglieder der Feuerwehr zu verlieren, wenn diese in Illerkirchberg keine
Wohnung oder kein Bauplatz finden. Die Gewinnung von neuen
Ehrenamtlichen war, ist – und bleibt deshalb auch für die nächsten Jahre eine
Daueraufgabe.
26 Einsätze mussten im Jahr 2019 bewältigt werden. Das waren 2 mehr als
noch 2018 (+8%) und 7 mehr als 2017 (+37%).
Während sich die Brände auf fünf Kleinbrände der Kategorien A und B
beschränkten, waren 80 Prozent der Einsätze der „Technischen Hilfe“
zuzurechnen. Darunter insbesondere Türöffnungen für Rettungsdienst und
Polizei (in Amtshilfe), Beseitigung von Verunreinigungen und Ölspuren sowie
Einsätze im Bereich Umwelt- und Gewässerschutz.
Martin Duelli, Kommandant
Ich danke insbesondere den Kameradinnen und Kameraden, die sich
konstruktiv, mit guten Ideen und Vorschlägen, tatkräftig immer wieder für die
Freiwillige Feuerwehr Illerkirchberg einsetzen. Danke an alle, die 365 Tage im
Jahr 24 Stunden am Tag bereit sind, für die Sicherheit der Illerkirchbergerinnen
und Illerkirchberger einzustehen.
Danke der Verwaltung, dem Gemeinderat und Bürgermeister für die sehr gute
Zusammenarbeit und Unterstützung!
Illerkirchberg, im Januar 2020
Martin Duelli
Martin Duelli, Kommandant
Grundlage
Die Feuerwehr ist eine gemeinnützige, der Nächstenhilfe dienende Einrichtung
der Gemeinde ohne eigene Rechtspersönlichkeit.
Die Feuerwehr hat
1. bei Schadenfeuer (Bränden) und öffentlichen Notständen Hilfe zu leisten und
den Einzelnen und das Gemeinwesen vor hierbei drohenden Gefahren zu
schützen und
2. zur Rettung von Menschen und Tieren aus lebensbedrohlichen Lagen
technische Hilfe zu leisten. (…)
Die Feuerwehr kann ferner durch die Gemeinde beauftragt werden
1. mit der Abwehr von Gefahren bei anderen Notlagen für Menschen, Tiere und
Schiffe und
2. mit Maßnahmen der Brandverhütung, insbesondere der
Brandschutzaufklärung und –erziehung sowie der Brandsicherheitswache.
Jede Gemeinde hat auf ihre Kosten eine den örtlichen Verhältnissen
entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu
unterhalten.
Quelle: Landesfeuerwehrgesetz Baden-Württemberg
Martin Duelli, Kommandant
Personal
(Einsatzabteilung)
Personalstand IST 2017 2018 2019 Differenz
Oberkirchberg 7 10 11 +1
Unterkirchberg 36 41 45 +4
Gesamt 43 51 56 +5
Personalstand SOLL/IST
Vergleich
SOLL* IST Differenz
Oberkirchberg 18 11 -7
Unterkirchberg 45 45 0
Gesamt 63 51 -7
*lt. Feuerwehrbedarfsplan
Diagramm für Standort Oberkirchberg erst ab 2017.
Martin Duelli, Kommandant
Jugendfeuerwehr
Personalstand IST 2017 2018 2019 Differenz
Illerkirchberg 22 29 37* +8
*davon 22 Jugendliche und 15 Kinder („Flammbinis“)
Einsatzmittel
Fahrzeuge Baujahr 2018 2019 Alter 2019 in
Jahren
HLF20 2018 1 1 1
LF16/12 1989 1 1 30
LF8/6 1993 1 1 26
MTW 2009 1 1 10
MTW 2013 1 1 6
FW-Anhänger 2019 0 1 0
GESAMT 12
(Durchschnitt)
Martin Duelli, Kommandant
Einsätze
Brände
4x Kleinbrände A 2x ausgelöste Haushaltsrauchmelder durch
vergessenes Essen auf Herd
1x glühender Ölofen in Wohnung im
Antoniusweg
1x Kaminbrand Burgstraße

2x Kleinbrand B 1x PKW-Brand in der Gartenstraße in
Oberkirchberg
1x Heckenbrand in der Robert-Schuman-Str.
Technische Hilfen
6x TH (teilw.) mit Menschenrettung 3x Türöffnungen für Rettungsdienst (leblose
Person etc.)
1x Türöffnung nach Suizidandrohung
1x Person eingeklemmt unter Drehbank
1x Kind eingeklemmt in Fahrrad nach VU
1x TH in Amtshilfe für die Polizei Wohnungsöffnung f. Durchsuchung
2x TH nach Hochwasser 1x Aufbau Hochwasserwand in der Mahdau
1x Abpumpen Abwasserhebewerk nach
Überflutung nachts
1x TH Umweltschutz 1 unbekannte Substanz im Gewässer
(Weihung)
5x TH Ölspur davon 1x nach Verkehrsunfällen
1x TH Fahrbahnverunreinigung Unterweiler Str./Hauptstr. ausgel. Gülle
3x TH Beseitigung von Sturmschäden 1x Schneebruch, 1x Sturm, 1x Sonstiges
1x TH Tierrettung Unbek. Schlange auf Balkon
Martin Duelli, Kommandant
Neue Einsatzkleidung –
„Jäger 90“ hat ausgedient
Bereits Anfang des Jahres konnte die Feuerwehr Illerkirchberg ihre neue
Einsatzkleidung als Teil der „Persönlichen Schutzausrüstung“ (PSA) von der
Firma „Firetex“ entgegennehmen.
Im Rahmen der Aufstellung des Feuerwehrbedarfsplanes wurde 2017
festgestellt, dass die Feuerwehr hier nicht mehr zeitgemäß ausgestattet war.
Die Einsatzjacken- und -hosen waren teilweise über 15 Jahre alt und hatten
zum Teil keine Zulassungen mehr. Die Beschaffung von Feuerwehrjacken nach
EN 469 wurde vom Gutachter angemahnt.
Nach einigen Trageversuchen, Marktrecherchen etc.
wurde ein Leistungsverzeichnis erstellt und die
Schutzkleidung von der Gemeinde Illerkirchberg
ausgeschrieben. Die neue Einsatzkleidung stammt von
der Firma „Deva“ und wird in der Europäischen Union in
Tschechien gefertigt. Die Firma DEVA als
mittelständisches Unternehmen hat sich bereits zum
führenden Hersteller von Schutz- und
Einsatzbekleidung für Feuerwehren, Rettungsdienste,
Polizei und Industrie entwickelt.
Die Entscheidung zugunsten einer hellen Einsatzkleidung
fiel, da diese z.B. Hitzestrahlung besser reflektiert,
zudem sind Verschmutzungen (wie z.B. karzinogener
Brandruß) besser zu erkennen so dass die Kleidung zur
Reinigung gebracht werden kann.
Martin Duelli, Kommandant

Neue (links) und alte Einsatzkleidung nebeneinander:

Martin Duelli, Kommandant
Feuerwehranhänger
(FwA)
Bereits im Januar des Jahres konnte – ebenfalls als Konsequenz des
Feuerwehrbedarfsplanes – ein Anhänger für die Feuerwehr beschafft werden.
Der Anhänger verschafft der Feuerwehr ein Plus an Flexibilität. Er dient zum
einen dazu, verschmutzte Schläuche oder andere verschmutze Gegenstände
zur Reinigung ins Feuerwehrhaus zurück zu bringen, ohne diese in der
Mannschaftskabine eines Fahrzeuges transportieren zu müssen. So wird einer
Verschleppung von karzinogenen oder anderen Schadstoffen vorgebeugt.
Zudem dient der Anhänger dazu, z.B. Pumpen, Stromerzeuger, Container,
Schläuche oder andere Einsatzmittel zu Einsatzstellen zu bringen. Insbesondere
bei Hochwasser oder größeren Schadenslagen, wie Starkregen, kann der
Anhänger beispielsweise mit Notstromaggregat und Pumpe – ohne ein weiteres
Fahrzeug – selbständig mit dem entsprechenden Personal eine Einsatzstelle
„bedienen“.
Martin Duelli, Kommandant
Bewährt hat sich der Anhänger gleich bei
einem Einsatz am 30.03.2019, als mehrere
hundert Liter einer unbekannten,
vermeintlich wasser- und
umweltgefährdenden Flüssigkeit an der
Weihung abgepumpt werden mussten.
Auf dem Anhänger war ein 1000l IBCContainer zur Aufnahme der Flüssigkeit
verlastet.
Rollcontainer, wie hier der Container
„Beleuchtungsmittel“, machen den
Feuerwehranhänger zu einem flexiblen
Einsatzmittel. Der Anhänger ist
zulassungsfrei und darf nur von einem
Einsatzfahrzeug gezogen werden.
Martin Duelli, Kommandant
Kommandantendienstversammlung
Am Freitag, den 05.04.2019, fand seit Jahrzehnten die
Kommandantendienstversammlung des Alb-Donau-Kreises wieder einmal in
Illerkirchberg statt. Vor über 300 Gästen, unter Beisein von Herrn Landrat
Heiner Scheffold, Herrn Bürgermeister Bertele, dem Vorstandsvorsitzenden der
Sparkasse Ulm, Herrn Dr. Stefan Bill, Herrn Kreisbrandmeister Ralf Ziegler, dem
Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Herrn Armin Eberhardt, Herrn Hans Jörg
Prinzing, Kommandant der Feuerwehr Ulm und vielen mehr präsentierte sich
Illerkirchberg und seine Feuerwehr als guter Gastgeber. Allgemeiner Anklang
fand insbesondere der Auftritt unseres Musikzuges. Vielen Dank allen, die zum
Gelingen beigetragen haben!
Martin Duelli, Kommandant
Kinderfeuerwehr –
Nachwuchsförderung
Solide –
Jugendarbeit:
Die
Illerkirchberger
Kinderfeuerwehr
hat sich in ihrem
zweiten Jahr sehr
gut entwickelt.
Darauf wurde
man auch in der
Region
aufmerksam
(siehe Artikel der
SWP vom
25.11.2019).
Martin Duelli, Kommandant
Weber Rescue Schulung
Am 03.08.2019 fand in Unterkirchberg eine Schulung der Fa. Weber Rescue
Systems statt. An verschiedenen Stationen wurden von zwei erfahrenen
Trainern wertvolle Tipps und Tricks zum Umgang mit Rettungsschere und
Spreizer an uns weitergegeben. Auch Unfälle von Fahrzeugen mit alternativen
Antrieben wurden angesprochen. Mit dabei waren Kameraden der
Feuerwehren Staig und Illerrieden.
Martin Duelli, Kommandant
„Training“ mit der DLRG
Am 09.07.2019 wurden wir von der DLRG zu einer gemeinsamen Übung an und
in die Donau nach Ulm eingeladen. Wir konnten den Einsatz unserer
Tragkraftspritze vom Boot aus Testen, mit den Strömungsrettern in der Donau
schwimmen und Motorboot fahren. Vor allem hatten wir gemeinsam einen
riesigen Spaß! Vielen Dank an die DLRG Ortgruppe Ulm!
Martin Duelli, Kommandant
Einsatztraining
Es wurden insgesamt rund 34 Übungen- und Sonderübungen abgehalten.
Die Übungen werden i.d.R. von jeweils zwei Gruppenführern vorbereitet. Dabei
soll im Laufe des Jahres mit allen Gerätschaften (z.B. Rettungssäge, Leitern,
Sprungpolster usw.) mindestens einmal geübt werden. Daneben werden die
Standards (Löschangriff und Hilfeleistung) öfters wiederholt. Teil eines jeden
Einsatztrainings ist immer auch das Thema Unfallverhütung und sicherer
Umgang mit den Einsatzmitteln. Die Themen werden zu Beginn des Jahres in
einer Gruppen-/Zugführerbesprechung gemeinsam festgelegt.
Brandsicherheitswachdienste
2019 wurden von der Ortspolizeibehörde 23 Brandsicherheitswachdienste zu
verschiedenen Veranstaltungen in der Gemeinde angeordnet und von der
Feuerwehr durchgeführt. Dabei kamen 222 Dienststunden zusammen!
Zusätzlich waren wir bei den Martinsumzügen in Ober- und Unterkirchberg, bei
der Gründonnerstagsprozession sowie an Fronleichnam im Einsatz.
Martin Duelli, Kommandant
Aus- und Fortbildung
2019 wurden von Angehörigen der Feuerwehr Illerkirchberg folgende
Lehrgänge und Ausbildungsveranstaltungen besucht:
 Truppmann Teil A (Grundausbildung) und Sprechfunker:
3 x 86 Stunden p.P. = 258 Stunden
 Truppführer
2 x 35 Stunden p.P. = 70 Stunden
 Atemschutzgeräteträger
3 x 25 Stunden p.P. = 75 Stunden
 Multiplikatoren Schulung Atemschutz (1 Tag p.P.)
 Motorsägenlehrgang Modul A (1 Tag p.P.)
 Motorsägenlehrgang Holz unter Spannung (1 Tag p.P.)
 Kindergruppen in der Feuerwehr = 16 Stunden (1 Tag p.P.)
 Jugendgruppenleiter Feuerwehr (6 Tage)
 Brandübungscontainer, 21 Personen (ca. 2 Std. p.P)
Dazu kommt: jährlich vorgeschriebener Durchgang der
Atemschutzübungsstrecke bei der Feuerwehr in Ehingen.
Martin Duelli, Kommandant
Musikabteilung
Beim Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Illerkirchberg (Brass Band) waren
zum 31.12.2019 insgesamt 13 Musikerinnen und Musiker aktiv
(4 weiblich, 1 Jugendliche +/-0).
Martin Duelli, Kommandant
Feste und
Veranstaltungen
Martin Duelli, Kommandant
Die Feuerwehr Illerkirchberg übernahm das Christbaumsammeln in
den Ortsteilen der Gemeinde und veranstaltete das Funkenfeuer.
Zum letzten Mal stellten wir den Maibaum der Gemeinde am altem
Standort auf dem Festplatz auf. Bei „Kaiserwetter“ verzeichneten wir
Besucherrekorde bei unserem bereits „traditionellen“ Schlachtfest.
durch. In Oberkirchberg wurden auf dem Christkindlesmarkt
Christbäume verkauft und zugestellt.

Familienwochenende im Hirschgund 2019
Martin Duelli, Kommandant

JAHRESBERICHT
2018
Martin Duelli, Kommandant
Vorwort
Die Freiwillige Feuerwehr Illerkirchberg im Jahr 2018
Das Jahr 2018 war von großen Umbrüchen für die
Feuerwehr Illerkirchberg geprägt. Aufgrund der
Personalsituation der Feuerwehr Illerkirchberg,
insbesondere bei der Abteilung Oberkirchberg,
wurde auf Grundlage des neuen
Feuerwehrbedarfsplanes der Gemeinde
Illerkirchberg für die Jahre 2018 -2024 (erstellt von
Ralf-Jörg Hohloch, Leiter der Feuerwehr Freiburg)
die Feuerwehr neu strukturiert. Dazu wurde die
Feuerwehrsatzung der Gemeinde Illerkirchberg mit Beschluss des
Gemeinderates vom 19.04.2018 geändert.
129 Jahre lang war die Feuerwehr in Unterkirchberg zunächst eigenständig und
später eine Abteilung der Gesamtfeuerwehr. Sogar ganze 143 Jahre waren es in
Oberkirchberg.
2018 wurden nun beide Abteilungen in der neuen „Einsatzabteilung
Illerkirchberg“ zusammengeführt.
Damit waren auch alle Funktionen neu zu besetzen: In der Hauptversammlung
am 12.10.2018 wurden gewählt:
 Jürgen Neusser zum 2. Stellvertretenden Kommandanten
 Matthias Johne zum 1. Stellvertretenden Kommandanten und
 Martin Duelli zum Kommandanten
Die Wahlen wurden vom Gemeinderat in der Sitzung vom 25.10.2018 bestätigt.
Bereits am 28.04.2018 wurde von der Magirus GmbH in Ulm das neue
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 für die Feuerwehr Illerkirchberg
Martin Duelli, Kommandant
ausgeliefert. Dieses, mit Beladung rund 500.000 Euro teure Fahrzeug, wurde
vom Land Baden-Württemberg mit 90.000 Euro bezuschusst und ersetzte ein
Löschgruppenfahrzeug 16/12 aus dem Jahre 1989 als Grundschutzfahrzeug der
Gemeinde Illerkirchberg.
Das Fahrzeug eröffnet der Feuerwehr Illerkirchberg bessere Möglichkeiten und
bringt den Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde – nicht zuletzt
aufgrund der neuen Technik – ein Plus an Sicherheit.
Aufgrund der schwierigen personellen Situation wurden unterschiedlichste
Anstrengungen unternommen, neue Ehrenamtliche zu gewinnen. Ganz
besonders freut mich, dass Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr
Illerkirchberg mit großem Engagement und tollen Ideen 2018 eine
Kinderfeuerwehr gegründet haben. Diese ist Teil der Jugendfeuerwehr und
ermöglicht es, Mädchen und Jungen bereits ab dem Grundschulalter spielerisch
an die Feuerwehr heranzuführen.
Insgesamt 24 Einsätze mussten im Jahr 2018 bewältigt werden. Dies waren 5
mehr als noch 2017 (+26%).
Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Brände wieder zugenommen hat. Dabei
möchte ich insbesondere den Wohnungsbrand im Schwalbenweg erwähnen.
Glücklicherweise war zum Zeitpunkt des Brandes niemand zuhause, sonst
wären im schlimmsten Fall Verletzte oder gar Tote zu beklagen gewesen. Der
Einsatz wurde von uns auf professionelle Art abgearbeitet: durch Anbringung
eines Rauchvorhangs und sofortige Überdruckbelüftung konnte eine
Ausbreitung des Brandrauches in das Treppenhaus und in weitere Wohnungen
verhindert werden. „Gute Arbeit“ wurde uns vom ebenfalls anwesenden
Kreisbrandmeister, Ralf Ziegler, bescheinigt.
Leider haben sich im Jahr 2018 auch drei Kameraden während eines Einsatzes
verletzt. Die landauf, landab zunehmenden Eichenprozessionsspinner stellen
mittlerweile auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Feuerwehren –
insbesondere bei der Beseitigung von Sturmschäden – dar. Wir versuchen,
dieser, für uns neuen Gefahr, durch entsprechende Ausbildung und
Sensibilisierung zu begegnen.
Martin Duelli, Kommandant
Ich danke allen Kameradinnen und Kameraden, die durch ihr persönliches
Engagement, durch gute Ideen und Vorschläge den Umbau der Freiwilligen
Feuerwehr konstruktiv mitgestaltet haben.
Danke auch allen, die immer wieder Zeit für die Feuerwehrarbeit aufgebracht
haben und damit für die Sicherheit aller Illerkirchbergerinnen und
Illerkirchberger beitragen haben.
Illerkirchberg, im Januar 2019
Martin Duelli
Martin Duelli, Kommandant
Grundlage
Die Feuerwehr ist eine gemeinnützige, der Nächstenhilfe dienende Einrichtung
der Gemeinde ohne eigene Rechtspersönlichkeit.
Die Feuerwehr hat
1. bei Schadenfeuer (Bränden) und öffentlichen Notständen Hilfe zu leisten und
den Einzelnen und das Gemeinwesen vor hierbei drohenden Gefahren zu
schützen und
2. zur Rettung von Menschen und Tieren aus lebensbedrohlichen Lagen
technische Hilfe zu leisten. (…)
Die Feuerwehr kann ferner durch die Gemeinde beauftragt werden
1. mit der Abwehr von Gefahren bei anderen Notlagen für Menschen, Tiere und
Schiffe und
2. mit Maßnahmen der Brandverhütung, insbesondere der
Brandschutzaufklärung und –erziehung sowie der Brandsicherheitswache.
Jede Gemeinde hat auf ihre Kosten eine den örtlichen Verhältnissen
entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten und zu
unterhalten.
Quelle: Landesfeuerwehrgesetz Baden-Württemberg
Martin Duelli, Kommandant
Personal
(Einsatzabteilung)
Personalstand IST 2017 2018 Differenz
Oberkirchberg 7 10 +3
Unterkirchberg 36 41 +5
Gesamt 43 51 +8
Personalstand SOLL/IST
Vergleich
SOLL* IST Differenz
Oberkirchberg 18 10 -8
Unterkirchberg 45 41 -4
Gesamt 63 51 -12
*lt. Feuerwehrbedarfsplan
(Jugendfeuerwehr)
Personalstand IST 2017 2018 Differenz
Illerkirchberg 22 29 +7
Einsatzmittel
Fahrzeuge Baujahr 2017 2018 (31.12.) Alter in 2018 in
Jahren
HLF20 2018 0 1 0
LF16/12 1989 1 1 29
LF8/6 1993 1 1 25
TLF24 1960 1 0 58
MTW 2009 1 1 9
MTW 2013 1 1 5
GESAMT 5 5 21
(Durchschnitt)
Martin Duelli, Kommandant
Einsätze
Brände
4x Kleinbrände B davon 2 Hecken- und Wiesenbrände in
Unterkirchberg
1 brennendes Tablet in einer Wohnung in
Oberkirchberg
1 Brand eines Trafohäuschens nach
Blitzschlag im Schwalbenweg in
Unterkirchberg
1x Mittelbrand Zimmer-/Wohnungsbrand im
Schwalbenweg in Unterkirchberg
2x Brand als Überlandhilfe 1 Heckenbrand in Staig-Steinberg
1 Wohnungsbrand in Hüttisheim
Technische Hilfen
1x TH mit Menschenrettung 1 Türöffnung für Rettungsdienst in der
Weihungsstraße
1x TH nach Hochwasser 1 Aufbau Hochwasserwand in der Mahdau
1x TH Amtshilfe Polizei 1 Bergung infektiöses Material von
öffentlichem Weg bei Mussingen
1x TH Umweltschutz 1 unbekannte Substanz im Gewässer
(Fischbach)
6x TH Ölspur davon 2 nach Verkehrsunfällen
3x TH Beseitigung von Sturmschäden
2x TH Sonstige
Fehlalarmierungen
1x Täuschungsalarm „in gutem Glauben“
1x böswilliger Alarm
Martin Duelli, Kommandant
Abschied
Nach insgesamt 58 Jahren (!) wurde unser Tanklöschfahrzeug (TLF 24, BJ 1960)
im Juli 2018 vom aktiven Einsatzdienst abgemeldet.
Es wurde von der damals noch selbstständigen Gemeinde Unterkirchberg als
repariertes Unfallfahrzeug erworben und war das erste Feuerwehrfahrzeug der
Gemeinde. Davor war es bei der Feuerwehr Kaufbeuren im Einsatz.
Nachdem im Umfeld der Feuerwehr, wie auch in der Gemeinde leider keine
geeignete Unterbringungsmöglichkeit gefunden werden konnte, wurde das
Fahrzeug an einen privaten Sammler verkauft, der garantiert hat, das Fahrzeug
im Originalzustand zu erhalten.
Martin Duelli, Kommandant
Neuzugang…
Am 28.04.2018 wurde das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 der
Gemeinde Illerkirchberg an die Feuerwehr ausgeliefert. Das Fahrzeug ersetzt
als erstausrückende Einheit das LF16/12 Baujahr 1989 und ist mit
umfangreicher Technik ausgestattet. Eine Investition in die Sicherheit der
Illerkirchberger…
Technische Daten:
 Fahrgestell: MAN TGM 13.290 4×4 BL FW
 Motorleistung: 213 kW bei 2.300 1/min (6-Zylinder Diesel)
 Hubraum: 6.871 cm³
 Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
 Zulässiges Gesamtgewicht: 15.000 kg
 Länge: 8.600 mm
 Breite: 2.500 mm
 Höhe: 3.300 mm
 Radstand: 4.250 mm
Aufbau: Magirus Alufire3
Martin Duelli, Kommandant
Kinderfeuerwehr
Ende Februar 2018 wurde bei der Jugendfeuerwehr erstmals eine
Kindergruppe für Grundschulkinder der 1. bis 3. Klasse eingerichtet: die
„Flammbinis“ der Feuerwehr.
Alle 2 Wochen treffen sich die „Flammbinis“ im Feuerwehrhaus und behandeln
Themen wie Brandschutzerziehung, Verkehrserziehung oder Umweltschutz.
Praktische, spielerische Übungen zu Erster Hilfe, zu Knoten und das richtige
Absetzen eines Notrufes vermitteln den Kindern Kenntnisse und Fähigkeiten,
welche für sie auch zu Hause oder in der Schule nützlich sein können. Zudem
erweitern die Kinder ihre soziale Kompetenz: es gilt, sich in der Gruppe mit
anderen zu arrangieren oder auch mal Verantwortung für andere zu
übernehmen. Ein kameradschaftliches Miteinander stellt später einen
elementaren Grundstein
einer funktionierenden
Feuerwehrarbeit dar.
Die Kindergruppe wird von
insgesamt fünf
Betreuerinnen und
Betreuern begleitet und ist
nach den Empfehlungen der
Landesfeuerwehrschule
Baden-Württemberg
aufgestellt.
Martin Duelli, Kommandant
Martin Duelli, Kommandant
Einsatztraining
Um schneller mit der neuen Technik vertraut zu werden, wurde 2018 von
einem zweiwöchigen auf einen wöchentlichen Übungs-Rhythmus (ohne Ferien)
gewechselt.
Es wurden insgesamt rund 30 Übungen- und Sonderübungen abgehalten.
Auch 2019 soll der wöchentliche Rhythmus beibehalten werden.
Aus- und Fortbildung
2018 wurden von Angehörigen der Feuerwehr Illerkirchberg folgende
Lehrgänge besucht:
 Truppmann Teil A (Grundausbildung) und Sprechfunker:
11 x 86 Stunden p.P. = 946 Stunden
 Truppführer
2 x 35 Stunden p.P. = 70 Stunden
 Maschinist
3 x 35 Stunden p.P. = 105 Stunden
 Atemschutzgeräteträger
2 x 25 Stunden p.P. = 50 Stunden
 Magirus Fortbildung für Maschinisten (1 Tag p.P.)
 Türöffnungsseminar, 3 Personen (1 Tag p.P.)
 Zugführer, 1 Person (10 Tage)
 Brandübungscontainer, 10 Personen (ca. 2 Std. p.P)
Martin Duelli, Kommandant
Brandsicherheitswachdienste
Rund 20 Brandsicherheitswachdienste bei verschiedenen Veranstaltungen der
Gemeinde wurden von der Ortspolizeibehörde angeordnet und von der
Feuerwehr durchgeführt.
Musikzug
Beim Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Illerkirchberg (Brass Band) waren
zum 31.12.2018 insgesamt 13 Musikerinnen und Musiker aktiv
(4 weiblich, 1 Jugendliche).
Martin Duelli, Kommandant
Feste und
Veranstaltungen
Martin Duelli, Kommandant
Die Feuerwehr Illerkirchberg übernahm das Christbaumsammeln in
den Ortsteilen der
Gemeinde,
veranstaltete das
Funkenfeuer, stellte
den Maibaum auf,
führte das
Schlachtfest durch
und organisierte den
Adventsmarkt in
Unterkirchberg. In
Oberkirchberg
wurden auf dem
Christkindlesmarkt
Christbäume
verkauft und
zugestellt.
Martin Duelli, Kommandant